Was ist Psychotherapie?

Ziel einer Psychotherapie ist es, seelisches Leid zu heilen oder zu lindern, in Lebenskrisen zu helfen, gestörte Verhaltensweisen und Einstellungen zu ändern und die persönliche Entwicklung und Gesundheit zu fördern.

Psychotherapie ist ein eigenständiges Heilverfahren im Gesundheitsbereich. Im Zentrum stehen das Gespräch und der Austausch zwischen Psychotherapeutin und Klient:in. Das Gespräch kann durch Übungen und andere Interventionen unterstützt und gefördert werden. Ziel ist dabei, Klient:innen zu helfen, ein besseres Verständnis für sich selbst und die Probleme zu entwickeln, sowie eigene Ressourcen zu entdecken und zu nutzen, um Veränderungen herbeizuführen.

In Österreich ist die Ausübung der Psychotherapie durch das Psychotherapiegesetz geregelt, Nur Personen, die eine entsprechende Ausbildung und Zulassung als Psychotherapeut:in durch das Bundesministerium für Gesundheit haben, dürfen die Tätigkeit als Psychotherapeut:in ausüben. Dies gewährleistet eine hohe fachliche Qualität und Professionalität in der Durchführung von Psychotherapien. (vergl. psyonline.at)

Was ist Systemische Familientherapie?

Die Systemische Familientherapie ist eine Fachrichtung der Psychotherapie. Sie betrachtet Ihre Probleme und Anliegen in Verbindung mit Ihrer aktuellen Lebenssituation. Dabei richtet die Systemische Familientherapie Ihren Blick auch auf das Zusammenleben in Ihrem sozialen „System“, wie z. B. Ihre Familie, Ihre Partnerschaft, Ihr privates oder berufliches Umfeld und nützt davon ausgehend die vorhandenen Stärken und Fähigkeiten, um Sie bei der Lösung Ihrer Anliegen zu unterstützen.

Systemische Familientherapie erweitert Ihre Handlungskompetenzen und Spielräume zur Bewältigung Ihrer Probleme und Anliegen. Im Zentrum steht dabei immer, eine für Sie passende Lösung für die Zukunft zu finden. Als autonomer und selbstbestimmter Menschen sind Sie „der/die Expert:in für sich selbst“. Mit Respekt, Unvoreingenommenheit, Interesse und Wertschätzung werden mit Hilfe der Systemischen Familientherapie Ihre Absichten, Werte und bisherigen Lebenserfahrungen für Sie nutzbar gemacht, um Ihre Probleme und Anliegen zu bewältigen.

Psychotherapie ist vertraulich

Psychotherapeut:innen sind gesetzlich zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet. Alle Informationen, die Sie mir im Rahmen einer Psychotherapie anvertrauen, müssen strikt geheim gehalten werden, auch nach Beendigung der Psychotherapie.
S. auch Datenschutzerklärung

Für wen ist Psychotherapie geeignet?

Psychotherapie ist in jedem Lebensalter hilfreich – Kinder, Jugendliche und Erwachsene können von Psychotherapie profitieren, Sorgen bewältigen, ihren Selbstwert steigern, sich entwickeln und ihre Handlungskompetenzen erweitern. Psychotherapie kann – je nach Ihrem Anliegen - als Einzeltherapie, Gruppentherapie, Paartherapie oder Familientherapie stattfinden.

Wichtigste Voraussetzung für eine Psychotherapie ist Ihr Wunsch, etwas zu verändern, und Ihre grundsätzliche Bereitschaft, sich mit Ihren Gefühlen und Ihrem Erleben zu beschäftigen und sich dabei unterstützen zu lassen. 

Wobei hilft Psychotherapie?

Psychotherapie hilft in jedem Lebensalter,

- wenn Sie seelisches Leid empfinden.
- wenn Sie Probleme nicht alleine oder mit der Hilfe von Familie und Freunden bewältigen können.
- wenn Probleme immer wieder auftreten. 
- wenn Sie sich selbst besser kennenlernen möchten.
- wenn Sie Ihr Selbstwertgefühl und Ihre Lebensfreude steigern möchten.
- wenn Sie Ihre persönliche Entwicklung fördern möchten.


In folgenden oder ähnlichen Situationen kann eine Psychotherapie für Sie hilfreich sein:

„Ich fühle mich krank oder habe Schmerzen, obwohl mich der Arzt für organisch gesund erklärt hat oder medizinische Befunde keine ausreichende Erklärung dafür bieten.“

„Seit längerer Zeit halte ich mich nur noch mit Aufputsch-, Beruhigungs- oder Schlafmitteln (Psychopharmaka) aufrecht.“

„Ich leide unter Stress.“

„Ohne ersichtlichen Grund bekomme ich rasende Herzklopfen, andere körperliche Symptome und Angst, dass ich sterben muss.“

„Ich habe Ängste, die mich belasten oder einschränken: z. B. vor dem Kontakt mit meinen Mitmenschen, vor Autoritäten, vor großen Plätzen, vor engen Räumen, vor Prüfungen.“

„Es plagen mich oft Gedanken, über die ich mit niemandem zu sprechen wage (Scham- und Schuldgefühle, Hassgefühle, Unzulänglichkeitsgefühle, das Gefühl, verfolgt oder fremdbestimmt zu werden,…).“

„Ich fühle mich antriebs- und lustlos, erschöpft oder ständig überfordert.“

„Ich kann nicht schlafen.“

„Ich bin oft niedergeschlagen und habe keine Freude am Leben.“

„Ich bin traurig und vereinsamt.“

„Ich befinde mich in einer belastenden Umbruchsituation (z. B. schwere Krankheit, Tod, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Trennung, Unfälle,…), die schwer zu bewältigen ist.“

„Ich denke manchmal an Selbstmord.“

„Ich lebe in einer Beziehung, die mich sehr belastet.“

„Ich fühle mich durch meine Kinder dauerhaft überfordert.“

„Ich habe wiederkehrend große Probleme im Kontakt mit anderen Menschen (z. B. am Arbeitsplatz).“

„Ich bin süchtig - nach Alkohol, Drogen, Essen, Hunger, Liebe, Spielen usw.“

„Ich fühle mich innerlich gezwungen, ständig dasselbe zu denken oder zu tun (z. B. zwanghaftes Waschen, Zusperren, Grübeln usw.), obwohl dies mein Leben sehr einengt.“

„Ich sollte meine Fähigkeiten besser ausschöpfen und weiß nicht wie.“

„Ich komme mit meiner Sexualität nicht zurecht.“

„Ich habe Angst vor Entscheidungen, und das quält mich.“

„Mein Kind zeigt Verhaltensauffälligkeiten oder hat psychosomatische Probleme.“

„Mein Kind reagiert oft aggressiv oder ist traurig und zieht sich zurück. Es hat Schwierigkeiten, mit Gleichaltrigen in Kontakt zu kommen.“

,,Mein Kind hat Ängste, Schulangst, Lern- oder Konzentrationsschwierigkeiten.“ (Wenn die letzten Punkte zutreffen, sollten Sie mit Ihrem Kind Kontakt zu einer Psychotherapeutin aufnehmen.)

Eine Psychotherapie ist auch hilfreich für Menschen, die sich selbst besser kennen lernen wollen, ihre persönliche Entwicklung fördern möchten und ihr Selbstwertgefühl und ihre Lebensfreude steigern wollen. In diesem Fall liegt möglicherweise keine so genannte krankheitswertige Störung vor, eine Unterstützung durch Psychotherapie kann aber hilfreich sein. (vergl. psyonline.at)

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